Jugendliche beim Lernen

Nur noch wenige Tage bis zur Reifeprüfung: Last-Minute-Tipps für die Matura

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Die Matura rückt näher – und mit ihr Nervosität, Stress und viele Fragen. Mit den richtigen Tipps lassen sich die letzten Tage vor der Prüfung aber gut meistern.

Für rund 45.000 Maturant:innen in Österreich beginnt jetzt die wohl aufregendste Phase ihrer Schulzeit. Die letzten Tage vor der Reifeprüfung sind oft geprägt von Anspannung, Unsicherheit – und ganz viel Lernstoff. Doch gerade jetzt gilt: Weniger ist oft mehr.

Lerntechniktrainerin Angela Schmidt vom LernQuadrat weiß aus Erfahrung, worauf es in der heißen Phase wirklich ankommt – und wie Jugendliche einen kühlen Kopf bewahren.

Clever lernen statt durchpauken

Stundenlanges Lernen am Stück bringt meist weniger als gedacht. Viel effektiver sind kurze Lerneinheiten von 30 bis 40 Minuten mit kleinen Pausen dazwischen. In diesen Pausen lohnt es sich, nach draußen zu gehen: Frische Luft, Bewegung und ein Glas Wasser helfen dabei, den Kopf frei zu bekommen und das Gelernte besser zu verankern.

Ein wichtiger Tipp: Nach dem Lernen nicht sofort zum Handy greifen. Die ersten Minuten danach sind entscheidend, weil das Gehirn die Inhalte noch weiter verarbeitet. Wer hier direkt scrollt, „löscht“ diesen Effekt quasi wieder.

Wiederholen statt Neues lernen

In den letzten Tagen vor der Matura sollte der Fokus ganz klar auf Wiederholung liegen. Neue Themen sorgen oft nur für zusätzliche Unsicherheit. Besser ist es, sich auf zentrale Inhalte zu konzentrieren und diese gut zu festigen.

Ein hilfreicher Trick: Den Stoff in eigenen Worten erklären können. Wer das schafft, ist meist gut vorbereitet. Auch ein einfacher Lernplan, bei dem erledigte Themen abgehakt werden, kann motivieren und zeigt schwarz auf weiß, was man bereits geschafft hat.

Und für besonders knifflige Themen darf ruhig ein „Schummelzettel“ geschrieben werden – natürlich nur zum Lernen. Das handschriftliche Zusammenfassen hilft oft schon dabei, sich Inhalte besser zu merken.

Gut vorbereitet in den Prüfungstag

Neben dem Lernen spielt auch die richtige Vorbereitung am Prüfungstag eine große Rolle. Ausreichend Schlaf, ein gutes Frühstück und genug Zeit für einen stressfreien Start machen oft den entscheidenden Unterschied.

Auch kleine Strategien gegen Nervosität können helfen:
– Tief durchatmen und bewusst zur Ruhe kommen
– Ein Glas Wasser trinken
– Mit einfachen Aufgaben beginnen
– Positive Gedanken stärken („Ich schaffe das!“)
– Einen kleinen Glücksbringer dabeihaben

Ruhe bewahren und an sich glauben

Nervosität gehört dazu – und ist völlig normal. Wichtig ist, sich nicht davon überwältigen zu lassen. Wer sich gut vorbereitet hat, darf auch darauf vertrauen, dass das Gelernte im richtigen Moment wieder abrufbar ist.

Denn am Ende zählt nicht nur die Prüfung selbst, sondern auch der Weg dorthin – und was man dabei alles gelernt und geschafft hat.

Lerntechniktrainerin Angela Schmidt© Lernquadrat

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