© CanvaSilvester-Traditionen aus aller Welt
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Denn wer jedes Jahr dasselbe macht, der wünscht sich vielleicht das eine oder andere Mal ein bisschen Abwechslung. Also: Lasst euch überraschen und inspirieren von anderen, schönen, skurrilen, aber auch leckeren Silvester-Bräuchen aus aller Welt.
12 Weintrauben essen (Tradition in Spanien)
Die spanische Tradition der “las doce uvas de la suerte” begann im späten 19. Jahrhundert. Sie soll das Böse abwehren und die Chancen auf ein glückliches und erfolgreiches Jahr erhöhen. Die 12 Weintrauben symbolisieren die Monate, die vor uns liegen. Wenn zum Jahreswechsel um Mitternacht der erste Schlag der Uhr ertönt, isst man die erste Weintraube und mit jedem weiteren Schlag der Uhr verzehrt man eine weitere – mit dem letzten Schlag der Uhr sind also alle 12 Weintrauben verzehrt.
Mit alten Tellern werfen (Tradition in Dänemark)
Scherben bringen Glück! Die Dänen sammeln das ganze Jahr über altes, ungenutztes oder kaputtes Geschirr und schmeißen es am Neujahrstag vor die Haustüren von Freunden oder Familie, um böse Geister zu vertreiben und den Bewohnern des Hauses Glück zu bringen. Die Tradition besagt, dass es einem umso besser geht, je mehr zerbrochenes Geschirr man vor der eigenen Haustür anhäuft. Das kaputte Geschirr symbolisiert außerdem all die Altlasten aus dem vergangenen Jahr, die man gerne hinter sich lassen würde.
Rote Unterwäsche tragen (Brauch in Italien)
Rote Unterwäsche soll Glück, Liebe und Leidenschaft für das kommende Jahr bringen. Deshalb trägt man in Italien traditionell in der Silvesternacht rote Unterwäsche. Ob sie wirklich Glück bringt oder nicht: Dem Silvester-Outfit verleiht sie in jedem Fall einen edlen Touch.
Eine Zwiebel vor der Tür aufhängen (Tradition in Griechenland)
Die Knolle der Zwiebel hat eine besondere biologische Fähigkeit: sie sprießt von selbst und steht somit für Fruchtbarkeit und Wachstum. Die Griechen glauben außerdem, dass die Zwiebel Glück für das kommende Jahr bringen wird und hängen sie deshalb am Neujahrstag vor ihre Tür.
Drei Erdäpfel unter das Bett legen (Tradition aus Kolumbien)
Blei- oder Wachsgießen mal etwas anders. Jedem Familienmitglied werden drei Erdäpfeln unter das Bett gelegt: eine geschält, eine ungeschält und die letzte halb geschält. Um Mitternacht greift man mit geschlossenen Augen danach und je nachdem, welche man erwischt, erwartet man ein Jahr voller Glück (geschält), Schwierigkeiten (ungeschält) oder eine Mischung aus beidem (halb geschält).
Alternativ kann man die Erdäpfel in eine Schale legen, mit einem Tuch abdecken und jede/r zieht der Reihe nach.
Und wem die Variante „Glück oder Schwierigkeiten“ nicht gefällt oder zu ungenau ist, der beschriftet die Kartoffeln individuell mit eigenen Vorhersagen.
Wellenhüpfen (Tradition in Brasilien)
Diese brasilianische Tradition ist eine Hommage an Yemanja, Göttin des Wassers, und sie soll Glück, Segen und positive Energie im neuen Jahr bringen. Kurz nach Mitternacht macht man im Meer sieben Sprünge über sieben Wellen – am besten in weißer Kleidung, da diese die Reinheit und den Neustart symbolisiert. Während des Springens stellt man sieben Wünsche an das neue Jahr. Danach kehrt man rücklings zurück ans Land – also mit Blick aufs Meer.
Für alle, die nicht am Meer wohnen: Die sieben Sprünge können auch in einem kleinen Bach gemacht werden. Vielleicht sogar gemeinsam mit Freunden oder Familie?
Soba-Nudeln essen (Tradition in Japan)
Diese japanische Tradition stammt aus der Kamakura-Zeit und geht auf einen buddhistischen Tempel zurück, der die Nudeln an die Armen verteilte. Das neue Jahr wird mit einer Schüssel warmer Nudeln begonnen – denn sie stehen für einen Neuanfang und “bessere Zeiten”.
Eine Figur eines alten Mannes verbrennen (Tradition in Indien)
Für diese indische Tradition wird eine kleine männliche Figur aus Knetmasse oder Pappmaschee gebastelt und kurz vor Mitternacht verbrannt. Die Verbrennung symbolisiert den Abschied vom alten Jahr und soll Platz für Neues schaffen. Auf den Boden kann man Dinge notieren, die man im kommenden Jahr loslassen möchte.
Achtung: Nicht im Haus durchführen! Man sollte die Figur in einer Feuerschale im Garten oder über einem feuersicheren Grill durchführen.

