Schafgarbe September

Tiere und die Heilkraft der Natur

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Die Natur und ihre unzähligen Reichtümer an Kräuter und Heilpflanzen stellt nicht nur für den Menschen eine alternative Möglichkeit zur Behandlung von akuten Erkrankungen dar, sondern ist auch in der Tierheilkunde allgegenwärtig geworden.

Fakten:

  • Rund 1.100 Tiere gehen jährlich durch das Tierheim St. Pölten
  • 500 Fahrten tätigt unser Bereitschaftsdienst von Jänner bis Dezember
  • Rund 500 Tiere werden in ein liebevolles neues Zuhause vermittelt
  • Ca. 250 Wildtiere werden zurück in die Natur ausgewildert
  • Rund 80 verhaltensauffällige Hunde werden jährlich aufgenommen und resozialisiert
  • Mehr als 1.500 medizinische Eingriffe werden im Jahr durchgeführt

Heilkräuter und ihre Inhaltsstoffe verfügen über ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, sodass sich viele heilende Effekte bei Tieren erzielen lassen. So kann die Verabreichung von Wildkräutern einen wesentlichen Beitrag zur Linderung von Symptomen, Reduzierung von Schmerzen als auch zur Stärkung des Herz-Kreislauf- sowie Immunsystems leisten. Darüber hinaus wird auch beim Bewältigen traumatischer Erlebnisse oftmals auf die Kraft der Natur zurückgegriffen, um bei Angst, Unruhe oder Stressverhalten Abhilfe zu schaffen. Im Tierschutzverein St. Pölten findet die Naturmedizin seit Jahren großen Anklang, sodass für die tierischen Schützlinge eigens ein Kräuterpfad errichtet wurde, dessen Genuss eine wohltuende und heilsame Abwechslung für Hunde im Tierheimalltag darstellt. Das Kräuterareal hilft dem Tier sich zu öffnen und Traumata zu überwinden. So ist der Duft der Rose für seine ausgleichende Wirkung bekannt und ist äußerst hilfreich um die Vergangenheit zu verarbeiten und Trauer zu bewältigen.

Sie ist im Tierheimalltag in der Betreuung von schwer traumatisierten Hunden eine wichtige Stütze und kann den tierischen Schützlingen helfen innere Stärke und Balance wiederzuerlangen. Schafgarbe, anerkannt als die „starke Heilerin“ in der Pflanzenheilkunde, gilt aufgrund ihrer blutstillenden, entzündungshemmenden Eigenschaft als hervorragendes Mittel zur Behandlung von Verletzungen und offenen Wunden. Weiters wirkt sie beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Die Schafgarbe steht meist am Beginn zum Beispiel einer Duft-Behandlung mit Kräutern, da diese helfen kann negative Erfahrungen zu verarbeiten. Für unsere Stubentiger hat sich neben dem Einsatz von Katzenminze auch die Anwendung der Baldrianwurzel bewährt. Ein Schmusekissen, gefüllt mit getrockneter Baldrianwurzel, ist aufgrund der anregenden Wirkung ein wahrhaft berauschendes Erlebnis für unsere Samtpfoten.

Unter der Devise nicht zu viel des Guten, sollte dieses Kraut deshalb auch nur kurzzeitig angeboten werden, da es andernfalls des Stresspegel zu hoch treibt. Neben Hund & Katz profitieren auch Kleintiere wie Kaninchen von der umfangreichen Kräuterküche unserer Umwelt. So stellt der Wiesen- Bärenklau ein beliebtes Mitbringsel für unsere Langohren dar und sollte unbedingt, solange auffindbar, auf dem Speiseplan stehen. Trotz der Vielfältigkeit an Anwendungsgebieten ist Vorsicht geboten, denn nicht jede Pflanze ist für jedes Tier geeignet. Das beschriebene Wirkspektrum der hier angeführten Heilpflanzen ersetzt keinesfalls tierärztlichen Rat. Vielmehr soll es eine allgemeine Anregung sein, den Wert bestimmter Kräuter der Natur zu erkennen und ergänzend zur Gesunderhaltung von Tieren einzusetzen. Weiters ist darauf hinzuweisen, dass Anwendungsart und Dosierung der Kräuter je nach Tierart variieren. Bei diesbezüglichen Fragen bzw. Unklarheiten sollte ein Fachexperte kontaktiert werden.

Tierheim St. Pölten
Gutenbergstraße 26 | 3100 St. Pölten
T. 02742/77 272
Tier-in-Not-Bereitschaft (rund um die Uhr):
0664 98 12 770

Baldrian Jänner

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